ARBEITSSCHUTZ VERSTEHEN

Arbeitsschutz-Glossar

Was ist eine Gefährdungsbeurteilung? Wofür braucht man ein Sicherheitsdatenblatt? Hier erklären wir 50 wichtige Begriffe rund um Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz – nach Themen geordnet und mit Beispielen für den betrieblichen Alltag.

MitSicherheitGesund · Arbeitsschutzberatung in Bayern · Aktualisiert am 7. Oktober 2026

Themen im Überblick

Organisation & Zuständigkeiten

Arbeitsschutz – einfach erklärt

Arbeitsschutz umfasst Maßnahmen, die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit fördern. Dazu gehören sichere Arbeitsplätze, geeignete Arbeitsmittel, klare Abläufe und der Schutz vor körperlichen und psychischen Belastungen.

Dazu gehören zum Beispiel freie Verkehrswege, sichere Maschinen, geeigneter Hautschutz und eine Arbeitsorganisation, die Überlastung vermeidet.

Zur Themenübersicht

Arbeitsschutzorganisation – einfach erklärt

Arbeitsschutzorganisation bedeutet, Zuständigkeiten, Abläufe und Ressourcen für Sicherheit und Gesundheit im Betrieb zu ordnen. Dazu gehören zum Beispiel Verantwortlichkeiten, Unterweisungen, Prüfungen und der Umgang mit festgestellten Mängeln.

Beispiel: Der Betrieb legt fest, wer eine Begehung organisiert, Schutzmaßnahmen umsetzt und deren Wirksamkeit kontrolliert.

Zur Themenübersicht

Arbeitgeberpflichten im Arbeitsschutz – einfach erklärt

Arbeitgeber sorgen für die Organisation und Durchführung der erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen. Sie beurteilen Gefährdungen, stellen geeignete Mittel bereit und prüfen, ob die Maßnahmen wirksam sind.

Aufgaben können an geeignete Personen übertragen werden. Klare Zuständigkeiten und eine angemessene Kontrolle sind dabei wichtig.

Zur Themenübersicht

Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa) – einfach erklärt

Eine Fachkraft für Arbeitssicherheit berät und unterstützt den Arbeitgeber beim Arbeitsschutz und bei der Verhütung von Unfällen. Dazu gehören zum Beispiel die Beurteilung von Arbeitsbedingungen, Begehungen und Empfehlungen für geeignete Schutzmaßnahmen.

Im Betrieb kann die SiFa zum Beispiel eine Begehung begleiten, bei einer Gefährdungsbeurteilung unterstützen und Empfehlungen zur sicheren Gestaltung von Arbeitsplätzen geben.

Zur Themenübersicht

Sicherheitstechnische Betreuung – einfach erklärt

Sicherheitstechnische Betreuung bezeichnet die Beratung und Unterstützung eines Unternehmens durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit. Sie hilft dabei, Arbeitsschutz im Betrieb zu organisieren, Gefährdungen zu beurteilen und Verbesserungen umzusetzen.

Für Unternehmen kann dies die laufende Begleitung ebenso wie die Beratung bei neuen Maschinen, veränderten Tätigkeiten oder konkreten Arbeitsschutzfragen umfassen.

Zur Themenübersicht

Sicherheitsbeauftragte – einfach erklärt

Sicherheitsbeauftragte unterstützen im Arbeitsalltag dabei, Unfall- und Gesundheitsgefahren zu erkennen und auf sicheres Verhalten zu achten. Sie übernehmen diese Aufgabe zusätzlich zu ihrer eigentlichen Tätigkeit und ersetzen keine Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Beispiel: Ein Sicherheitsbeauftragter erkennt einen zugestellten Verkehrsweg und spricht die zuständigen Personen darauf an. Die Verantwortung der Führungskräfte bleibt bestehen.

Zur Themenübersicht

Arbeitsschutzausschuss (ASA) – einfach erklärt

Der Arbeitsschutzausschuss ist ein betriebliches Gremium, in dem Arbeitsschutzthemen gemeinsam beraten werden. Arbeitgebervertretung, Betriebsarzt, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Sicherheitsbeauftragte und gegebenenfalls Betriebsrat bringen ihre Sichtweisen ein.

Beispiel: Der ASA bespricht Unfallursachen, offene Maßnahmen und geplante Veränderungen im Betrieb.

Zur Themenübersicht

DGUV Vorschrift 2 – einfach erklärt

Die DGUV Vorschrift 2 regelt die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung von Unternehmen. Sie beschreibt Betreuungsformen und Aufgaben von Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit.

Welche Fassung und Betreuungsform für einen Betrieb gilt, ist beim zuständigen Unfallversicherungsträger zu klären.

Zur Themenübersicht

Arbeitsstättenregeln (ASR) – einfach erklärt

Arbeitsstättenregeln erläutern, wie Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung praktisch umgesetzt werden können. Sie behandeln beispielsweise Beleuchtung, Verkehrswege, Brandschutz und die Gestaltung von Arbeitsräumen.

Beispiel: Bei der Planung von Verkehrswegen werden die passenden Arbeitsstättenregeln herangezogen.

Zur Themenübersicht

Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) – einfach erklärt

Das Arbeitssicherheitsgesetz regelt die Bestellung und Aufgaben von Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit. Diese unterstützen den Arbeitgeber bei Sicherheit, Gesundheitsschutz und der menschengerechten Gestaltung der Arbeit.

Beispiel: Eine externe Fachkraft für Arbeitssicherheit berät einen Betrieb bei der Gestaltung sicherer Arbeitsabläufe.

Zur Themenübersicht

Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) – einfach erklärt

Das Arbeitsschutzgesetz bildet eine wesentliche Grundlage für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Es beschreibt unter anderem die Organisation des Arbeitsschutzes, die Gefährdungsbeurteilung und die Unterweisung von Beschäftigten.

Beispiel: Ein Betrieb beurteilt die Gefährdungen seiner Tätigkeiten und legt passende Schutzmaßnahmen fest.

Zur Themenübersicht

Grundbetreuung – einfach erklärt

Die Grundbetreuung ist ein Bestandteil der Regelbetreuung nach DGUV Vorschrift 2. Sie umfasst grundlegende Aufgaben der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung, etwa die Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung und der Arbeitsschutzorganisation.

Der Umfang richtet sich nach der geltenden Vorschrift und dem jeweiligen Betreuungsmodell. Die Aufgaben werden zwischen Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit abgestimmt.

Zur Themenübersicht

Betriebsspezifische Betreuung – einfach erklärt

Die betriebsspezifische Betreuung ergänzt die Grundbetreuung um Aufgaben, die sich aus besonderen Bedingungen, Veränderungen oder Gefährdungen des Betriebs ergeben. Ihr Bedarf wird anhand der betrieblichen Situation ermittelt.

Beispiel: Die Einführung einer neuen Anlage oder eines neuen Arbeitsverfahrens kann zusätzlichen Beratungsbedarf auslösen.

Zur Themenübersicht

Gefährdungsbeurteilung & Schutzmaßnahmen

Gefährdungsbeurteilung – einfach erklärt

Bei einer Gefährdungsbeurteilung werden Gefährdungen bei der Arbeit systematisch ermittelt und bewertet. Daraus werden Schutzmaßnahmen abgeleitet, umgesetzt und auf ihre Wirksamkeit geprüft.

Beispiel: Beim Einsatz einer Maschine werden unter anderem bewegliche Teile, Lärm und die Arbeitsschritte betrachtet. Daraus ergeben sich passende Schutzmaßnahmen.

Zur Themenübersicht

Gefährdung – einfach erklärt

Eine Gefährdung ist eine mögliche Ursache für Verletzungen oder gesundheitliche Schäden bei der Arbeit. Beispiele sind ungeschützte Maschinenteile, Lärm, Gefahrstoffe oder ungünstig gestaltete Arbeitsabläufe.

Gefährdung und Risiko sind unterschiedliche Begriffe: Die Gefährdung beschreibt die mögliche Schadensquelle; bei der Risikobewertung werden unter anderem Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Folgen betrachtet.

Zur Themenübersicht

Schutzmaßnahmen – einfach erklärt

Schutzmaßnahmen sollen Gefährdungen vermeiden oder verringern. Sie können technisch, organisatorisch oder personenbezogen sein – zum Beispiel eine Maschinenabdeckung, ein sicherer Arbeitsablauf oder geeignete Schutzausrüstung.

Beispiel: Eine Absaugung kann die Belastung durch Staub verringern. Ergänzend können Regeln für Reinigung und Wartung sowie geeignete persönliche Schutzausrüstung nötig sein.

Zur Themenübersicht

STOP-Prinzip – einfach erklärt

Das STOP-Prinzip hilft, Schutzmaßnahmen in einer sinnvollen Reihenfolge auszuwählen: Substitution, technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen. Zuerst wird geprüft, ob sich die Gefahr beseitigen oder durch eine weniger gefährliche Lösung ersetzen lässt.

Beispiel: Zuerst wird ein weniger gefährliches Produkt geprüft. Falls dies nicht möglich ist, folgen etwa eine Absaugung, angepasste Abläufe und zuletzt ergänzende persönliche Schutzausrüstung.

Zur Themenübersicht

Wirksamkeitskontrolle – einfach erklärt

Bei der Wirksamkeitskontrolle wird geprüft, ob eine Schutzmaßnahme im Arbeitsalltag tatsächlich den gewünschten Schutz erreicht. Wenn sie nicht ausreicht, muss die Maßnahme angepasst und erneut geprüft werden.

Beispiel: Nach der Änderung eines Arbeitsablaufs wird beobachtet, ob Beschäftigte ihn sicher anwenden können und die zuvor erkannte Gefährdung ausreichend verringert wurde.

Zur Themenübersicht

Risikobewertung – einfach erklärt

Bei der Risikobewertung wird eingeschätzt, wie wahrscheinlich ein Schaden ist und wie schwer seine Folgen sein können. Sie hilft, erkannte Gefährdungen einzuordnen und Schutzmaßnahmen zu priorisieren.

Beispiel: Bei einer ungesicherten Absturzkante werden die möglichen Folgen und die Bedingungen der Tätigkeit betrachtet. Gesetzliche Schutzanforderungen bleiben dabei maßgeblich.

Zur Themenübersicht

Unterweisung & Dokumentation

Unterweisung – einfach erklärt

Eine Unterweisung erklärt Beschäftigten die Gefährdungen ihrer Tätigkeit, die erforderlichen Schutzmaßnahmen und das richtige Verhalten im Arbeitsalltag. Sie wird auf die konkreten Aufgaben und Bedingungen im Betrieb abgestimmt.

Beispiel: Vor dem Arbeiten mit einem neuen Reinigungsmittel werden die Anwendung, der Hautschutz und das Verhalten bei Spritzern gemeinsam besprochen.

Zur Themenübersicht

Betriebsanweisung – einfach erklärt

Eine Betriebsanweisung enthält schriftliche Hinweise für den sicheren Umgang mit Arbeitsmitteln, Gefahrstoffen oder bestimmten Tätigkeiten. Sie beschreibt Gefahren, Schutzmaßnahmen und das Verhalten bei Störungen oder Notfällen.

Beispiel: Eine Betriebsanweisung für einen Gefahrstoff fasst die wichtigen Regeln am Arbeitsplatz zusammen. Sie unterstützt die Unterweisung und ergänzt die Informationen aus dem Sicherheitsdatenblatt.

Zur Themenübersicht

Onlineunterweisung / E-Learning – einfach erklärt

Bei einer Onlineunterweisung werden Unterweisungsinhalte digital vermittelt, zum Beispiel über ein E-Learning-Portal. Die Inhalte müssen zu den betrieblichen Tätigkeiten passen; Rückfragen und bei Bedarf praktische Erläuterungen oder Übungen gehören weiterhin dazu.

Beispiel: Beschäftigte bearbeiten ein digitales Lernmodul zu einem Arbeitsschutzthema. Fragen zu ihrem konkreten Arbeitsplatz werden anschließend mit einer geeigneten Ansprechperson geklärt.

Zur Themenübersicht

Erstunterweisung – einfach erklärt

Die Erstunterweisung vermittelt Beschäftigten vor Aufnahme ihrer Tätigkeit die relevanten Gefährdungen, Schutzmaßnahmen und betrieblichen Regeln. Sie muss zur konkreten Tätigkeit und zum Arbeitsplatz passen.

Beispiel: Eine neue Mitarbeiterin erhält vor ihrem ersten Einsatz Informationen zu Maschinen, persönlicher Schutzausrüstung, Notfällen und den zuständigen Ansprechpersonen.

Zur Themenübersicht

Gefahrstoffe & Kennzeichnung

Gefahrstoffe – einfach erklärt

Gefahrstoffe können Menschen oder Umwelt durch ihre Eigenschaften schädigen. Dazu zählen zum Beispiel entzündbare, ätzende oder gesundheitsschädliche Stoffe und Gemische; auch bei Tätigkeiten entstehende Stäube oder Dämpfe können gefährlich sein.

Beispiel: Reinigungsmittel, Lacke oder Schweißrauche werden anhand ihrer Eigenschaften und der tatsächlichen Verwendung beurteilt.

Zur Themenübersicht

Gefahrstoffverzeichnis – einfach erklärt

Ein Gefahrstoffverzeichnis gibt einen Überblick über die im Betrieb verwendeten Gefahrstoffe. Es hilft dabei, Informationen zu Gefahren, Einsatzbereichen und vorhandenen Sicherheitsdatenblättern geordnet bereitzuhalten.

Gefahrstoffverzeichnis und Sicherheitsdatenblatt ergänzen sich: Das Verzeichnis schafft den Überblick im Betrieb, während das Sicherheitsdatenblatt detaillierte Angaben zum einzelnen Produkt liefert.

Zur Themenübersicht

Sicherheitsdatenblatt – einfach erklärt

Ein Sicherheitsdatenblatt enthält Informationen zu den Eigenschaften und Gefahren eines chemischen Produkts. Es beschreibt unter anderem den sicheren Umgang, die Lagerung, geeignete Schutzmaßnahmen und das Verhalten bei Notfällen.

Sie erhalten das Sicherheitsdatenblatt üblicherweise vom Lieferanten oder Hersteller. Für die Gefährdungsbeurteilung sind besonders die Angaben zu Gefahren, Handhabung, Lagerung und Expositionsbegrenzung hilfreich. Es ersetzt die betriebliche Gefährdungsbeurteilung nicht.

Zur Themenübersicht

GHS-Gefahrenpiktogramme – einfach erklärt

GHS-Gefahrenpiktogramme sind Symbole, die auf bestimmte Gefahren chemischer Produkte hinweisen. Die Kennzeichnung chemischer Produkte in der EU folgt der CLP-Verordnung.

Die Symbole werden zusammen mit Signalwort, Gefahrenhinweisen und Sicherheitshinweisen gelesen. Ein Symbol allein beschreibt nicht alle Risiken einer Tätigkeit.

Zur Themenübersicht

H-Sätze – Gefahrenhinweise – einfach erklärt

H-Sätze beschreiben die Art und gegebenenfalls den Schweregrad der Gefahr eines chemischen Produkts. Der Buchstabe H steht für den englischen Begriff „Hazard“.

Die Hinweise auf dem Etikett und im Sicherheitsdatenblatt helfen, die Gefahren des Produkts zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten.

Zur Themenübersicht

P-Sätze – Sicherheitshinweise – einfach erklärt

P-Sätze beschreiben empfohlene Maßnahmen für den sicheren Umgang mit chemischen Produkten. Sie können sich auf Vorbeugung, Reaktion bei Unfällen, Lagerung oder Entsorgung beziehen.

Für den konkreten Arbeitsplatz werden diese Hinweise zusammen mit den betrieblichen Bedingungen betrachtet und in passende Maßnahmen übersetzt.

Zur Themenübersicht

Lagerklasse (LGK) – einfach erklärt

Lagerklassen fassen Gefahrstoffe mit vergleichbaren Eigenschaften für Fragen der Lagerung zusammen. Sie helfen besonders bei der Prüfung, welche Stoffe zusammen gelagert werden können.

Eine Lagerklasse allein reicht für die Planung eines Gefahrstofflagers nicht aus. Auch Mengen, Gebinde, Stoffeigenschaften und örtliche Bedingungen sind zu berücksichtigen.

Zur Themenübersicht

Biostoffe – einfach erklärt

Biostoffe sind beispielsweise Bakterien, Viren oder Pilze, die bei Tätigkeiten die Gesundheit gefährden können. Je nach Biostoff und Tätigkeit kommen unter anderem Infektionen, sensibilisierende oder toxische Wirkungen in Betracht.

Beispiel: Bei Arbeiten in der Abwassertechnik wird geprüft, auf welchen Wegen Beschäftigte mit Biostoffen in Kontakt kommen und welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind.

Zur Themenübersicht

Exposition – einfach erklärt

Exposition beschreibt, dass Beschäftigte bei der Arbeit einem Stoff oder einer Einwirkung ausgesetzt sind. Bei Gefahrstoffen und Biostoffen sind zum Beispiel Einatmen, Hautkontakt und die Dauer des Kontakts relevant.

Beispiel: Bei einer Reinigungsarbeit werden Spritzer auf die Haut und das Einatmen von Dämpfen als mögliche Expositionswege betrachtet.

Zur Themenübersicht

Substitution – einfach erklärt

Substitution bedeutet, einen gefährlichen Stoff oder ein gefährliches Verfahren durch eine weniger gefährliche Alternative zu ersetzen. Sie steht im STOP-Prinzip vor technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

Beispiel: Ein Betrieb prüft, ob ein lösemittelhaltiges Reinigungsmittel durch ein geeignetes, weniger gefährliches Produkt ersetzt werden kann.

Zur Themenübersicht

Arbeitsmittel & Arbeitsplatz

Arbeitsmittel – einfach erklärt

Arbeitsmittel sind Werkzeuge, Geräte, Maschinen oder Anlagen, die bei der Arbeit benutzt werden. Ihre sichere Verwendung umfasst auch passende Arbeitsabläufe, Instandhaltung und notwendige Prüfungen.

Beispiele sind Leitern, Handmaschinen, Werkstattmaschinen und elektrische Geräte.

Zur Themenübersicht

Prüfung von Arbeitsmitteln – einfach erklärt

Bei einer Prüfung wird beurteilt, ob ein Arbeitsmittel im Hinblick auf die vorgesehenen Prüfmerkmale sicher verwendet werden kann. Art, Umfang und Fristen richten sich nach den geltenden Anforderungen und den betrieblichen Gefährdungen.

Eine Prüfplakette ist ein Hinweis auf eine Prüfung. Sie ersetzt weder den Prüfnachweis noch die Kontrolle auf erkennbare Schäden vor der Verwendung.

Zur Themenübersicht

Zur Prüfung befähigte Person – einfach erklärt

Eine zur Prüfung befähigte Person verfügt durch Berufsausbildung, Berufserfahrung und zeitnahe berufliche Tätigkeit über die erforderlichen Kenntnisse für die jeweilige Prüfaufgabe. Die Anforderungen hängen vom Arbeitsmittel und der Prüfung ab.

Nicht jeder Lehrgang qualifiziert für jede Prüfung. Entscheidend ist, dass die Person für die konkrete Aufgabe ausreichend qualifiziert ist.

Zur Themenübersicht

Elektrische Sicherheit – einfach erklärt

Elektrische Sicherheit umfasst den Schutz vor Stromschlag, Bränden und weiteren Gefahren durch elektrische Anlagen oder Betriebsmittel. Dazu gehören geeignete Geräte, fachgerechte Arbeiten und notwendige Prüfungen.

Beispiel: Ein Gerät mit beschädigter Anschlussleitung wird der weiteren Verwendung entzogen und durch eine geeignete Fachperson beurteilt.

Zur Themenübersicht

Ergonomie – einfach erklärt

Ergonomie bedeutet, Arbeit an die Fähigkeiten und Bedürfnisse des Menschen anzupassen. Betrachtet werden zum Beispiel Körperhaltung, Greifräume, Bedienbarkeit und die Anordnung von Arbeitsmitteln.

Beispiel: Arbeitshöhe, Bildschirmposition und Materialbereitstellung werden so angepasst, dass unnötige Belastungen verringert werden.

Zur Themenübersicht

Lärm am Arbeitsplatz – einfach erklärt

Lärm kann das Gehör schädigen, die Verständigung erschweren und die Konzentration beeinträchtigen. Bei der Beurteilung werden unter anderem Lautstärke, Dauer und Art der Geräusche betrachtet.

Mögliche Maßnahmen sind leisere Arbeitsmittel, Schallschutz und angepasste Abläufe. Geeigneter Gehörschutz kann ergänzend erforderlich sein.

Zur Themenübersicht

Hautschutz – einfach erklärt

Hautschutz soll arbeitsbedingte Hautschäden vermeiden. Dazu gehören die Verringerung belastender Kontakte sowie geeignete Handschuhe, Hautschutz, schonende Reinigung und Pflege.

Beispiel: Für Arbeiten mit Reinigungsmitteln werden geeignete Schutzmaßnahmen und ein verständlicher Hautschutzplan festgelegt.

Zur Themenübersicht

Psychische Belastung – einfach erklärt

Psychische Belastung bezeichnet äußere Einflüsse, die auf das Denken, Fühlen und Wahrnehmen einwirken. Der Begriff ist zunächst wertneutral; ungünstige Arbeitsbedingungen können jedoch zu einer gesundheitlichen Gefährdung führen.

Im Arbeitsschutz werden die Arbeitsbedingungen betrachtet, etwa Unterbrechungen, Zeitdruck oder unklare Zuständigkeiten. Es geht nicht um die Diagnose einzelner Beschäftigter.

Zur Themenübersicht

Persönliche Schutzausrüstung (PSA) – einfach erklärt

Persönliche Schutzausrüstung schützt Beschäftigte vor bestimmten Gefährdungen. Dazu zählen zum Beispiel Schutzbrillen, Sicherheitsschuhe, Gehörschutz und geeignete Schutzhandschuhe; die Auswahl richtet sich nach der jeweiligen Tätigkeit und Gefährdung.

Beispiel: Für den Umgang mit einem chemischen Produkt werden geeignete Schutzhandschuhe anhand der Tätigkeit und der Produktinformationen ausgewählt. Nicht jeder Handschuh schützt gegen jeden Gefahrstoff.

Zur Themenübersicht

Instandhaltung – einfach erklärt

Instandhaltung umfasst Maßnahmen, mit denen Arbeitsmittel in einem sicheren und funktionsfähigen Zustand erhalten oder wiederhergestellt werden. Dazu gehören beispielsweise Wartung, Inspektion und Instandsetzung.

Beispiel: Vor einer Wartung werden die Gefährdungen der Arbeiten beurteilt und geeignete Maßnahmen gegen unerwartetes Anlaufen der Maschine festgelegt.

Zur Themenübersicht

Manuelle Lastenhandhabung – einfach erklärt

Manuelle Lastenhandhabung umfasst etwa das Heben, Halten, Tragen, Ziehen oder Schieben von Lasten durch Menschen. Für die körperliche Belastung sind neben dem Gewicht auch Häufigkeit, Körperhaltung und Arbeitsbedingungen entscheidend.

Beispiel: Beim Transport von Material werden geeignete Hilfsmittel, kurze Wege und eine günstige Bereitstellung geprüft.

Zur Themenübersicht

Brandschutz & Notfälle

Brandschutzhelfer – einfach erklärt

Brandschutzhelfer sind geschulte Beschäftigte, die bei der Bekämpfung von Entstehungsbränden unterstützen. Ihre Ausbildung umfasst Kenntnisse zum betrieblichen Brandschutz und praktische Übungen mit Feuerlöscheinrichtungen; die eigene Sicherheit steht dabei an erster Stelle.

Ein wichtiger Teil ist der sichere Umgang mit Feuerlöschern. Brandschutzhelfer und Brandschutzbeauftragte haben unterschiedliche Aufgaben und sind nicht gleichzusetzen.

Zur Themenübersicht

Erste Hilfe im Betrieb – einfach erklärt

Erste Hilfe im Betrieb umfasst die Vorbereitung und unmittelbare Unterstützung bei Unfällen oder plötzlich auftretenden Erkrankungen. Dazu gehören ausgebildete Ersthelfer, erreichbares Material, klare Meldewege und die Organisation weiterer Hilfe.

Beispiel: Beschäftigte wissen, wie sie Hilfe rufen und wo sich Verbandmaterial sowie Informationen zu Ersthelfern befinden.

Zur Themenübersicht

Flucht- und Rettungswege – einfach erklärt

Fluchtwege ermöglichen es Personen, einen gefährdeten Bereich zu verlassen. Rettungswege dienen auch dazu, Rettungsmaßnahmen durchzuführen; beide Funktionen können sich räumlich überschneiden.

Wege und Ausgänge müssen für ihren vorgesehenen Zweck nutzbar bleiben. Abgestellte Gegenstände oder blockierte Türen können im Notfall gefährlich werden.

Zur Themenübersicht

Evakuierung – einfach erklärt

Evakuierung bedeutet, Personen aus einem gefährdeten Bereich in einen sicheren Bereich zu bringen. Dafür werden Alarmierung, nutzbare Fluchtwege, Zuständigkeiten und gegebenenfalls die Unterstützung einzelner Personen geplant.

Beispiel: Der Betrieb legt fest, wie Beschäftigte alarmiert werden, wohin sie gehen und wie die Vollständigkeit an der Sammelstelle überprüft wird.

Zur Themenübersicht

Brandschutzordnung – einfach erklärt

Eine Brandschutzordnung beschreibt betriebliche Regeln zur Brandverhütung und zum Verhalten im Brandfall. Inhalt und Gestaltung müssen zu den örtlichen Bedingungen und den angesprochenen Personengruppen passen.

Beispiel: Sie enthält Hinweise zur Alarmierung, zu Fluchtwegen und zu Aufgaben von Personen mit besonderen Brandschutzaufgaben.

Zur Themenübersicht

Sammelstelle – einfach erklärt

Eine Sammelstelle ist ein festgelegter sicherer Ort, an dem sich Personen nach dem Verlassen eines gefährdeten Bereichs sammeln. Sie unterstützt die Organisation einer Evakuierung und die Prüfung, ob Personen fehlen.

Beispiel: Der Betrieb wählt einen geeigneten Ort, der erreichbar ist und die Zufahrt sowie den Einsatz von Rettungskräften nicht behindert.

Zur Themenübersicht

Arbeitsschutz in Ihrem Betrieb umsetzen

Sie möchten Gefährdungsbeurteilungen erstellen, Beschäftigte unterweisen oder Ihre Arbeitsschutzorganisation weiterentwickeln? Wir unterstützen Unternehmen in Bayern persönlich und praxisnah.

Beratung anfragen

Weiterführende Fachinformationen

Vertiefende Informationen finden Sie in den gesetzlichen Grundlagen, bei der DGUV und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).